Hexagramm 42: Yi
Aufbau
- Nummer: 42 (König-Wen-Folge)
- Zeichen: ䷩
- Oberes Trigramm: Xun
- Unteres Trigramm: Zhen
- Linien: Yang Yin Yin Yin Yang Yang (von unten nach oben)
Der Spruch
利有攸往。利涉大川。
Worauf dieses Hexagramm deutet
Dieses Hexagramm steht für Zuwachs und Verbesserung. Geeignet, um neue Methoden zu lernen, Hilfe anzunehmen, Fehler zu berichtigen und guten Einfluss auszuweiten. Wer Nutzen empfängt, soll auch anderen etwas zurückgeben. Denken Sie nicht nur an den eigenen Vorteil; wirklicher Nutzen entsteht aus gegenseitigem Gelingen.
Eine Chan-Lesart
Yi (die Mehrung) mindert das Obere, um das Untere zu mehren. Ouyi Zhixu liest darin die Arbeitsweise eines Bodhisattva: Er zieht aus dem Buddha-Bereich herab, um den neun gewöhnlichen Bereichen zu nützen, steht hoch und hinterlässt doch willig Spuren unten, und darum leuchtet der Weg auf. Zum Zugehen auf das Gute und zum Berichtigen der Fehler sagt er, der Wind rege sich, daher die Schnelligkeit im Zugehen auf das Gute, und der Donner rüttle auf, daher der Mut im Berichtigen der Fehler; er zitiert außerdem Lu Yongcheng, wonach der Wind so fein eindringt, dass kein geringes Gutes übersehen und kein dünner Fehler unbeseitigt bleibt. Die dritte Linie lohnt das Nachdenken: Man nimmt an, Unglück bringe keinen Nutzen, doch er zeigt, dass der Schlag selbst der Nutzen ist, und sobald Sie darauf vertrauen, hört das Unglück auf, Unglück zu sein.
Verwandte Hexagramme
- Vorheriges / Umgekehrt: Hexagramm 41: Sundie ganze Figur auf den Kopf gestellt
- Nächstes: Hexagramm 43: Guai
- Entgegengesetzt: Hexagramm 32: Hengjede Linie in ihr Gegenteil verkehrt
- Kernhexagramm: Hexagramm 23: BoLinien zwei bis vier unten, drei bis fünf oben
Verwandtes
- Liu-Yao-OrakelLiu Yao stellt zu einer einzelnen Angelegenheit ein Hexagramm und liest dessen Aufbau. Anders als BaZi oder Zi Wei, die einen Menschen beschreiben, beschreibt Liu Yao, wie eine Lage in einem bestimmten Augenblick steht. Diese Seite geht den ganzen Weg vom Werfen bis zum Bestücken durch.
- Mei-Hua-Yi-Shu-OrakelMei Hua Yi Shu wird überliefert auf Shao Yong zurückgeführt. Kennzeichnend ist die Freiheit beim Stellen: eine Uhrzeit, eine ausgesprochene Zahl, eine Himmelsrichtung oder etwas beiläufig Bemerktes genügt. Es bestückt weder mit Stämmen noch mit Verwandten, sondern liest die Trigramme unmittelbar. Diese Seite führt vom Stellen bis zu Selbst und Sache.
